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Die Regionale Partnerschaft
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Die Regionale Partnerschaft
Österreichs mit den benachbarten Staaten Slowakei, Slowenien, Tschechische
Republik und Ungarn sowie mit dem „kulturellen Nachbarn“ Polen wurde am 6.
Juni 2001 mit einem Treffen der Außenminister der Partnerstaaten in der
Wiener Hofburg gegründet. Sie ist ein ohne feste Strukturen arbeitendes Forum
der regionalen Zusammenarbeit zur Schaffung eines Mehrwertes für die Region
und für Europa. Dabei nützt sie, in Abstimmung mit anderen Foren aus der Region, wie
der Visegrád-Kooperation, das sich aus den Nachbarschaften aller Partnerländer ergebende
produktive Potential. Die Regionale Partnerschaft ordnet sich damit in jenes
Geflecht von regionalen Netzwerken ein, die in ihrer Gesamtheit die
Beziehungen zwischen den Mitgliedsstaaten der EU tragfähiger machen. |
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Seit dem Beitritt der Partnerländer zur EU am 1. Mai 2004 ist das
vorrangige Ziel der Kooperation, gemeinsame Interessen bei innereuropäischen
Themen und bei Fragen der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik zu
definieren und diese im europäischen Rahmen gemeinsam einzubringen. Dies
erfolgte im Rahmen der bisher sechs Treffen der Außenminister, bei
verschiedenen Ressorttreffen und auf Beamtenebene, etwa bei den Vorarbeiten
für einen Europäischen Verfassungsvertrag. Im Rahmen der Fachminister konnte
bisher insbesondere die Salzburger Gruppe der Innenminister mit ihrer
regionalen Sicherheitspartnerschaft konkrete Beiträge zur erhöhten Sicherheit
der Bürger in den Ländern der Regionalen Partnerschaft erbringen. Ein Schwerpunkt der Arbeit der Regionalen Partnerschaft ist das Engagement
für benachbarte Regionen. So haben die regionalen Partner im Rahmen der neuen
Nachbarschaftspolitik der EU zur Erstellung des EU-Aktionsplans für die
Ukraine beigetragen. Ein besonderes Anliegen ist die Unterstützung der
Europäischen Perspektive der Länder in Südosteuropa. Diese wurde bisher mit
einem inhaltlichen Beitrag zur Zukunft des Kosovo und mit der von Ungarn
organisierten Budapester Westbalkan-Konferenz Anfang Oktober 2005 umgesetzt. Bei
dieser Konferenz wurden Arbeitsgruppen in einzelnen Fachbereichen eingesetzt,
mit denen der Prozess der Annäherung an die EU unterstützt wird. Österreich
hat innerhalb dieses Budapester Forums den
Bereich Umwelt übernommen. Im Gefolge der Flutwellenkatastrophe in Südostasien haben die
Partnerstaaten gemeinsame Vorschläge zur konsularischen Zusammenarbeit und
Hilfeleistung zum Schutz der Bürger erstellt und in den europäischen Gremien
eingebracht. Daraus entwickelt sich nun eine regionale konsularische Kooperation
bei Krisen und Katastrophen sowie, in Vorbereitung des Schengenbeitritts der
Partnerländer, im Bereich der Sichtvermerksagenden. Als
weiteres wesentliches Element der Regionalen Partnerschaft hat sich die
Zusammenarbeit in Richtung einer gemeinsamen Außenkulturpolitik entwickelt. Die
dazu geschaffene Plattform Kultur Mitteleuropa präsentiert in zahlreichen
gemeinsamen und wechselseitigen Projekten das zeitgenössische kulturelle
Geschehen in den Partnerländern. |
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